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Neue Projekte und andere Aktivitäten

Hallo alle zusammen,

ich wollte mich nochmal melden. Hat wieder etwas länger gedauert aber ich bin einfach nicht dazu gekommen. Ich hoffe euch gehts allen gut und zuhause ist alles in bester Ordnung. 

Also hier in El Salvador vergeht die Zeit rasend schnell. In den letzten drei Wochen hat die Projekt Abteilung der Uni ein neues Projekt gestartet. Dieses Projekt wird vom Staat und von der Armee sowie von der Katholischen Kirche getragen. Die administrative Verwaltung ist demnach die Aufgabe der Uni. Zwar fahren wir immer noch regelmäßig nach San Pedro aber nicht mehr dreimal in der Woche. 

Das neue Projekt beinhaltet den Bau von ca. 25 Häusern mit Wasser- und Stromleitungen für junge Familien. Diese bauen ihre Häuser mit Verwandten und Freunden selbst, kriegen aber die Matrealien sowie den Bauplan gestellt. Vor ca. drei Wochen sind Wir mit drei Pick ups morgens um halb sechs losgefahren. Wir trafen uns dann an einem Kreisverkehr mit dem Pick up der Vertretung der Armee sowie mit den Männern deren Häuser gebaut werden sollen, um die potenziellen Bauplätze auszuwählen. Im Auto der Armee waren neben der Kommandantin noch zwei mit MGs bewaffnete Soldaten die sich jedesmal rechts und links neben die Autos aufgestellt haben, wenn wir anhielten, und dabei einen sehr grimmigen Gesichtsausdruck auflegten . In der nächsten Woche fuhren wir noch zweimal mit Gruppen los, um die Gebiete auszwählen. Diese liegen nicht nur in der näheren Umgebung von Santa Ana sondern sind im ganzen Nordosten ( Oxidente ) des Landes. Also viel fahrerei.

Bei diesen Fahrten hab ich viel über das Land und vorallem die arme Landbevölkerung gelernt, da man durch die ständigen Ortswechsel einen guten Querschnitt von El Salvador bekommt.

Zum Beispiel haben wir einmal das Haus einer Familie in einem sehr armen Gebiet besucht. Eine Minute nachdem wir ankamen wurde die Tochter losgeschicktum zu trinken zu kaufen. Wir wollten eigentlich nur ca. 10 Minuten bleiben um zu erfahren, ob sie Wasser bzw. Srtom Anschlüsse hatten ( hatten sie nicht ). Als ich auf das Gelände kam starten mich alle erstmal an. Das bin ich zwar mitlerweile gewohnt aber nicht so extrem wie diese Familie es tat. Ich versuchte dann mit dem Sohn ( vielleicht 11 Jahre ) ein  bischen über Fussball zu reden. Das klappte aber erst nach 5 Minuten. Er wolte irgendwie nicht. Später wurde mir dann von der Grossmutter erzählt, dass ich der erste Mensch mit blauen Augen war den sie jemals gesehen hatte. Ca. 2 Minuten nachdem sie  losgeschickt wurde kam die Tochter mit einer 3 Lieter Pepsi Cola Flasche wieder. Mir wurd ein riesiges Glas eingeschenkt. Ich hatte überhaubt keinen Durst und wir mussten auch weiter. Aber es wär natürlich sehr unhöflich gewehsen die Cola abzulehnen. Ich denke mal, dass es die sonst nur zu Festtagen gibt.

Ein anderes Erlebnis zeigt die Macht, die die Armee immer noch hat. Wir waren mit zwei Autos unterwegs. Eins mit uns aus der Uni und das andere mit einem Coronel der Armee. Uns wollte eine Polizeistreife anhalten um eine Routinekontrolle durchzuführen. Wir hielten natürlich an. Der Coronel auch. Er stieg aus kam zum Polizeiauto und sagte nur " die gehören zu mir" . Danach durften wir ohne Probleme und natürlich ohne Kontrolle weiterfahren. Das gleiche kann natürlich auch mit 50 Kilo Kokain im Kofferraum gemacht werden.

Aber ich hab ja auch noch ein normales Leben neben den Projekten. Vor drei Wochen war ich Samstags mit einem Lehrer der Uni (Architektur) unterwegs. Der war anfang dreißig und seine Frau verbietet ihm wohl das trinken zu Hause. Und er wollte mit einem Deutschen ein paar trinen gehen Um zwei gings los. Nachdem wir zuerst an einem See, dann bei ihm, dann inder Uni, dann auf einer Abschlussfeier und dann in einer Bar waren. kam ich um 2 Uhr und ca. 15 Bier später nach Hause. Am nächsten Morgen gings um 8 los

Einen Samstag danach war ich mit einn paar Studenten unterwegs. Die Familie des einen hat eine Art Landhaus wo wir gegrillt und getrunken haben. Da bin ich auch das erstemal hinten auf einem Pick up mit gefahren. Mit 10 Leuten in einem zweisitzigen Pick up. Mit der gleichen Gruppe fahr ich nächstes Wochenende nach San Salvador in einen Club. Sie erzählten mir auch, dass  es in Santa Ana nicht ungefaehrlich in Bars sein kann. Nachdem Moto "bezahl für mich oder ich fackel dein Haus ab". Ein großes Problem El salvadors sind die Jugendbanden Mara Salvatrucha. Die gibt es auch in Honduras und Guatemala und Nicaragua.

Vorgestern war ich mit Lombardo auf einem "Tag der offenen Tür" in einer Kaserne, zudem uns der oben erwähnte Coronel eigeladen hatte. Dort gabs Bullenreiten, Fahrzeuge aus dem Bürgerkrieg, einen Wettkampf bei dem Reiter Versuchen im vollen Galopp einen kleine Metallpin durche einen kleine Metallring, der in der Mitte der Strecke aufgehangen wird, zu stecken und Hahnenkämpfe. Hahnenkämpfe sind wirklich sehr brutal. Die Hähne kämpfen wirklich bis zu Tod. Sie haben ein kleines Messer an einem Bein. Da gucken Kinder aller Altersklassen zu währned ihre Eltern auf einen der Hähne setzen und schreiend am Ring stehen.

Gestern war ich auf einer Hochzeit. Braut und Bräutigam waren Freunde von Lombardo und 25 jahre alt. So unterschiedlich wie eine deutsche Hochzeit war es gar nicht bis darauf, dass die Messe und die Feier nahcts waren und wirklich alle getanzt haben. Ich musste natürlich auch ran 

 Das Leben hier ist wirklich komplett anders. Das merkt man jemehr man mit den Menschen in Kontakt kommt. Aber für mich ist es perfekt so . Ich fühl mich sehr wohl, hab bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Alle Menschen sind freundlich, laden mich ein und wollen ganz viel mit mir reden. Die andere Sprache ist schon fast kein Problem mehr.

Jetzt hab ich aber wirklich viel geschrieben und ich hoffe es langweilt euch nicht und ihr habt bis zu Ende durchgehalten 

Also ich wünsch euch allen alles gute. und wir sehen uns ab dem 4.2. da komm ich nämlich wieder. 

machts gut

aus dem 30 Grad warmen El Salvador

Santa Ana, 03.12.2012

4.12.12 05:48


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Erdbeben und Besuch aus Deutschland

Hallo alle zusammen,

zuerst einmal darf ich alle beruhigen. Mir geht es sehr gut. Am Mittwoch den 7.11., ich war grad im Buero der Projektabteilung, fing auf einmal an alles um mich herrum wackeln. Irgendwo hoerte ich Glaeser klirren. Ich drehte mich um, um zu gucken wer meinen stuhl dreht aber ich war alleine in dem Raum. Es war ein sehr komisches und neues Gefuehl, dass auf einmal so etwas normales und konstantes wie die Erde nicht mehr so normal und konstant war wie man es gewohnt ist. Das Beben dauerte Vielleicht 30 Sekunden, was wohl schon relativ lang ist, und erst danach war mir klar, dass es ein Erdbeben war. Ich ging sofort in den Vorraum. alle mussten das Gebaeude verlassen. Nach 5 Minuten gingen wir wieder hinein. Die leute waren vollkommen unaufgeregt und sprachen sehr "fachmaennisch" ueber die Staerke. Einer sagte mir 4oder 5 auf der Richterskala.

Fuer mich war das nateurlich etwas vollkommen neues, da es bei uns in Deutschland Beben dieser Staerke meines Wissens nicht sehr oft gibt. Das Epizentrum liegt im noerdlichen Berreich von Guatemala nahe der Grenze zu Mexiko und hatte dort eine Staerke von 7,4. Santa Ana ist von dem Punkt ca. 400 bis 500 Kilometer entfernt. Also nach fuenf Minuten ging hier alles seinen gewohnten Gang.

Im Projekt gibt es neue Entwicklungen. Eine Frau aus Deutschland, von der Stiftung, kam am Montag nach El Salvador. Lombardo und ich holten sie in San Salvador ab. Am Dienstag fuhren wir alle zusammen ins Projekt. Die Menschen zeigten alles von der besten Seite. Die  Waende waren neu gestrichen, fast alle waren ins "Gemeindezentrum" gekommen und es wurden Reden gehalten. Alle waren sehr offen und redeten viel ueber das Projekt. Dies war mir vorher noch nicht aufgefallen, da die meinsten, wenn ich sie noch nicht kannte, immer sehr zurueckhaltent zu mir waren. Es gab eine Extravortellung im Labor und wir gingen auf die Felder. Schlussendlich hab ich den Eindruck bekommen, dass alle Parteien sehr zufrieden mit dem Projekt sind.

Fuer mich ist das sehr interessant zu sehen welche Huerden genommen werden muessen, um ein Projekt erfolgreich durchzuziehen. Mir war nie bewusst, welche Probleme und Fragestellungen auf einen zukommen.

Schon allein, dass das Projekt auf vielen verschiedenen Ebenen wirkt, wirft Probleme ueber Probleme auf. Ein Beispiel dazu sind zum Beispiel die zwei Kochkurse fuer die Frauen im Projekt, vor zwei Wochen. Das hoert sich vielleicht zuerst nicht sehr emanzipiert an, dass ein sozial Projekt versucht die Frauen zum Kochen zu bringen. Fakt ist jedoch, dass ich nur mit sehr sehr wenigen Frauen in der Zeit meines Aufenthalts im Projekt geredet habe. Die meisste Zeit des Tages arbeiten die Maenner auf den Faeldern und die Frauen kuemmern sich um die Kinder. Durch einen Kochkurs, der von zwei Frauen aus einem Restaurant in Santa Ana durchgefuehrt wurde, sollten die Frauen mehr in das Projekt eingebunden und aus ihren vier Waenden geholt werden.

Am ersten Tag des Kurses waren ca. 10 Frauen und Maedchen und 20 Maenner anwehsend. Es wurd gekocht und gegessen. Lombardo war ein wenig enttaeuscht und forderte alle Maenner auf, dass sie ihre Frauen, Muetter und Toechter am naechsten Tag mitbringen sollten. Beim naechsten Mal war es jedoch noch extremer. Nur die Frau von Don Jose Luiz mit ihren Toechtern und noch zwei andere Frauen waren gekommen. Dafuer aber 20 -30 Maenner. ich denke mal, dass es am leckeren Essen lag

Daran sieht man also wie schwierig es ist die Frauen zuerreichen. Probleme solcher Art findet man in jedemSektor des Projekts aber ich hab gemerkt, dass sie langsam aber sicher geloest werden koennen.

Meine restliche Zeit hier verbringe ich mit viel fussballspielen, ein bischen herrum fahren und sich ein paar Sehenwuerdigkeiten angucken. Ich habe fuer mich auch einen neuen Fussballverein entdeckt. FAS aus Santa Ana. Schal ist schon gekauft und ich war schon zweimal auf einem Fussballspiel. Die Ultras haben ein Spruchbanner auf dem "bienvenidos al infierno" Steht. Das heisst so viel wie Willkommen in der Hoelle. Das sagt sehr viel ueber ein Fussballspiel in Mittelamerika aus

Das einzige was mich ein bischen stoert ist, dass ich mich Abends nicht alleine durch die Stadt bewegen kann. Man muss also immer gucken, dass man irgendwohin aber natuerlich auch wieder zurueck zur Uni gefahren wird.

Also ich hoffe euch geht es allen gut. ich hoer viele positive Reaktion von meienr Familie. Mich freut es, dass es euch gefaellt etwas ueber mein Leben hier zu erfahren.

Alles alles Gute euer Johannes

Freitag 09.11.2012

9.11.12 10:30


Mein erster Monat

Also da bin ich wieder. Tut mir wirklich Leid, dass das was laenger gebraucht hat aber ich denke, dass sich das in Zukunft aendern wirdMir geht es immer noch sehr gut. Nach einem Monat in El Salvador sind mir manche Dinge die mir in meinen ersten Wochen hier noch so anders und unverstaendlich vorgekommen sind schon in Fleisch und Blut uebergegangen. Ich hab mich hier wirklich sehr gut eingelebt.

Zuerst will ich euch, ein bischen ausfuehrlicher,  etwas ueber das Projekt indem ich arbeite erzaehlen. Das Dorf heist San Pedro Puxtla und liegt im Nord-Westen des Landes in der Provinz Auhachapan. Von Santa Ana aus ( Ort der Universitaet) sind es etwa eineinhalb Stunden Fahrt. Diese Strecke lege ich durchschnittlich drei Mal in der Woche zurueck. Immer Montags und Freitags und manchmal auch Dienstags oder Donnerstags . Das Projekt umfasst 80 Familien des "Stadtteils" El Cortez. Dieser Stadtteil ist praktisch ein Schotterweg der etwas aus San Pedro hinaus fuehrt. Das Projekt hat eine Laufzeit ( finanziell unterstuetzt von der Stiftung) von 2 Jahren. Ich bin hier in den zwei letzten Monaten des Projekts. Es wird jedoch danach von der Uni weitergefuehrt.

Am Anfang wurde hier ein Labor und ein Versammlungsort erricht. Diese liegen neben dem im ersten Eintrag erwaehnten Kindergarten. Jede Familie besass vorher und besitzt immer noch ihre eigene Parzelle indem sie ausschliesslich Mais und Frijoles ( Bohnen) anbauen. Die Einkuenfte sind jedoch sehr niedrig. Ca 30 Dollar im Monat. Das ueberleben ist also nur durch ihren eigenen Anbau gewaehrleistet. Das Gebiet des Projekts wird von den Familien gemeinsam bestellt. Sie muessen die Arbeiten also neben ihrer normalen Arbeit als Kleinbauer ausfuehren. Auf diesem Gebiet werden Platanos, Bananen, Papayas, Tomaten Chilli und Gurken angebaut. Diese bringen deutlich mehr Geld auf den Maerkten und erweitern und vervessern gleichzeitig die Ernaehrung der Familien.

Das Problem ist jedoch , dass die Bauern erstens nicht die Faehigkeiten haben diese Pflanzen anzubauen, zweitens nicht die noetigen Chemikalischen Mittel haben um die Planzen zu schuetzten und drittens die Samen sehr teuer sind. Diese drei Haubtprobleme versucht das Projekt zuloesen. Dabei spielt die Arbeit im Labor ( was mitlerweise einen Stromanschluss besitzt) eine wichtige Rolle. In diesem sollen die gekauften Samen vermehrt werden. dadurch faellt das Preisproblem der Samen schonmal weg. Schwieriger ist es jedoch den Menschen, neue Anbaumetoden und neues Wissen ueber Landwirtschaft beizubringen. Sie haben ihre Methoden von ihren Vaetern gelernt und diese wiederrum von ihren Vaetern. Ich hab gemerkt, dass es sehr schwierig fuer sie ist diese Traditionen abzulegen.

Gegen Ende des Projektes soll jede Familie ein Einkommen von ca. 1500 Dollar im Jahr haben. Und natuerlich eine bessere und gesicherte Nahrungsversorgung.

Vor zwei Wochen war ich mit einer Gruppe von Studenten in einem anderen Dorf. Dort haben wir eine Umfrage bei Frauen durchgefuehrt. Ueber Krankheiten, Krankengeschichten der Familie, Strom und Wasseranschluss. Dort sind wir zwei Stunden durch den Dschungel gewandert und haben 5 Familien befragt. Eine Frau war 19 und hatte zwei Kinder ( 5 und 1 ). Da merkt man, dass diese Menschen ueberhaubt keine Chance haben aus diesen Umstaenden herraus zu kommen.

 Aber ich habe nateurlich nicht nur negative Erfahrungen in diesem Land gemacht. Allen Menschen denen ich begegnet bin waren von Anfang an freundlich zu mir. Ich bin schon Halbes Mitglied einer Pokerrunde, gehe naechste Woche auf ein Spiel des oertlichen Fussbalclubs, spiele jeden Mittwoch Fussball mit Studenten aus der Uni und hatte schon ne 3 Meter lange Boa Constrictor um den Hals haengen.

MeinSpanisch wird auch immer besser. Das sagen mir zumindest die Leute aber ich merke selbst, dass ich mich immer besser verstaendigen und ausdrueken kann.

Also ich wollte mich nochmal fuer eure netten Beitraege bedanken. Ich hoffe eucH gefaellt es etwas ueber meinen Aufenthalt hier zu erfahren. Ich versuche demnaechst noch ein paar Fotos hochzuladen. Der Speicherplatz ist jedoch nur sehr klein. Vielleicht schick ich ein paar fotos meiner Mutter und die leitet diese dann an alle die kein Facebook haben weiter. Mal sehen.

Ich wuensche euch allen alles Gute. Euer Johannes

 

Donnerstag ( 18.10.12 )

 

19.10.12 01:41


Meine erste Woche

So jetzt komm ich endlich mal dazu meinen ersten Eintrag zu machen.

Ich bin jetzt schon laenger als eine woche hier und so langsam kehrt wieder etwas Ruhe in mein Leben ein. El Salvador ist ein wunderschoenes Land. Sehr gruen, sehr viel Wasser, Berge, Meer, Vulkane und wirklich nette Menschen. Aber es ist auch sehr arm und in manchen Teilen des landes fuer einen Gringo ( wie mich) auch gefaehrlich. 

In den ersten Tagen habe ich gelernt, dass es etwas komplizierter ist hier zu Leben als in Europa. Man muss sich an die eine oder andere Regel halte. Ganz simpel zum Beispiel ,dass man sobald man losfaehrt das Auto zentral verriegelt, dass man in San Salvador das Fenster schliesst oder, dass zu Beispiel das Auto der Universitaet in der ich wohne jedesmal durchsucht wird wenn man von einer Tour zurueck kommt.

Die Uni liegt in der noerdlichen Provinz Santa Anna. Ich wohne im Gestehuas der Uni. Dort bekomme ich auch Fruehstueck und Abendessen und hab Internet. Ausser mir wohnt da noch eine Frau aus Taiwan, die an der Uni Mandarin unterrichet. In den ersten Tagen wurde mir ein bischen die uni und die Umgebung d.h. die Stadt Santa Anna gezeigt. mein " Ansprechpartner " ist Lombardo. Ich komm sehr gut mit ihm zurrecht. Mit ihm war ish schon in San Salvador und hab mir die Maya Ruinen von San Andres angeguckt.

Am Freitag bin ich dann das erste mal mit in das vom Projekt betreute Dorf San Pedro Puxtla gefahren. Die Menschen dort sind sehr arm, haben weder Strom noch fliessendes Wasser und leben in kleinen Huetten aus Pappe und Wellblech. Das Projekt hat dort ein Labor errichtet indem spaeter einmal Saatgut ( Mais, Zuckerrohr, Papaya, Bananen) vermehrt werden soll. Ausserdem wurden mehrere neue Felder angelegt und die Bauern ( 80 Familien) wurden ueber modernere Anbaumethoden aufgeklaert. Neben dem Labor ist eine Arrt Kindergarten fuer Kinder bis sechs Jahre. Ein Gringo wie ich war da natuerlich die Attraktion des Monats und ich wurd mit Fragen ueber Deutschland, meine Familie usw. in schnellem Spanisch durchloechert

Am Sonntag hat mich Lombardo und Seine Familie ans Meer nitgenommen. Er hat zwei Soehne 15 und 8. Der Strand ist traumhaft. Dahinter beginnt praktisch direkt der Dschungel mit Kokospalmen usw. Wir haben Fussball gespielt und waren im waremn Pazifik mit risiegen Wellen baden. Danach sind wir noch etwas an der Kueste entlang gefahren bis in ein Fischerdorf namens La Libertad. Dort haben wir uns mit den einheimischen Fischer unterhalten und beim Fischen geholfen. Ich hab mich gut mit der Familie von Lombardo verstanden. Heute Abend bin ich dort auch zum Essen eingeladen.

Am Montag war ich dann wieder im Dorf. Das ist ca eine Stunde von der Uni entfaernt. Dort haben wir im Labor Fenster und eine Tuer eingebaut. Dafuer haben wir noch drei Handwerker aus Santa Anna mitgenommen. Wir sind erst um 9 Uhr nachts zurueck gekommen. Aber schon ab sechs Uhr ist es stockfinster.

El Salvador kommt mir so vor wie in einem Film. Das Land ist entwicklungstechnisch teilweise 30 - 40 Jahre hinter Deutschland. Die Busse sind ausrangierte Schulbusse aus den USA. Die Umgebung erinnert mich ein bischen an irgendwelche Aktionfilme wie Rambo oder so. Kinder ohne Schuhe spielen im Schlamm und ueberall gibt es Polizisten mit grossen Pumpgns und andren Gewehren. auf der andren seite ist es aber auch total modern. Zum Beispiel die Einkaufszentren in San Salvador und Santa Anna oder das Luxus Hotel an der costa del Sol.

Ihr muesst euch aber keine Sorgen machen. Ich fuehle mich hier sehr wohl und so lang man sich an die Regeln haelt kann einem nichts passieren Ich hoffe euch gefaellt es ein wenig ueber meinen Aufenthalt hier zu erfahren. Euch vermisse ich natuerlich trotzdem und hoffe, dass es euch allen gut geht.

Ich halte euch auf dem laufenden

Saludos desde El Salvador

euer Johannes ( Mittwoch 26.09.2012 )

 

 

 

26.9.12 10:07





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