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Mein erster Monat

Also da bin ich wieder. Tut mir wirklich Leid, dass das was laenger gebraucht hat aber ich denke, dass sich das in Zukunft aendern wirdMir geht es immer noch sehr gut. Nach einem Monat in El Salvador sind mir manche Dinge die mir in meinen ersten Wochen hier noch so anders und unverstaendlich vorgekommen sind schon in Fleisch und Blut uebergegangen. Ich hab mich hier wirklich sehr gut eingelebt.

Zuerst will ich euch, ein bischen ausfuehrlicher,  etwas ueber das Projekt indem ich arbeite erzaehlen. Das Dorf heist San Pedro Puxtla und liegt im Nord-Westen des Landes in der Provinz Auhachapan. Von Santa Ana aus ( Ort der Universitaet) sind es etwa eineinhalb Stunden Fahrt. Diese Strecke lege ich durchschnittlich drei Mal in der Woche zurueck. Immer Montags und Freitags und manchmal auch Dienstags oder Donnerstags . Das Projekt umfasst 80 Familien des "Stadtteils" El Cortez. Dieser Stadtteil ist praktisch ein Schotterweg der etwas aus San Pedro hinaus fuehrt. Das Projekt hat eine Laufzeit ( finanziell unterstuetzt von der Stiftung) von 2 Jahren. Ich bin hier in den zwei letzten Monaten des Projekts. Es wird jedoch danach von der Uni weitergefuehrt.

Am Anfang wurde hier ein Labor und ein Versammlungsort erricht. Diese liegen neben dem im ersten Eintrag erwaehnten Kindergarten. Jede Familie besass vorher und besitzt immer noch ihre eigene Parzelle indem sie ausschliesslich Mais und Frijoles ( Bohnen) anbauen. Die Einkuenfte sind jedoch sehr niedrig. Ca 30 Dollar im Monat. Das ueberleben ist also nur durch ihren eigenen Anbau gewaehrleistet. Das Gebiet des Projekts wird von den Familien gemeinsam bestellt. Sie muessen die Arbeiten also neben ihrer normalen Arbeit als Kleinbauer ausfuehren. Auf diesem Gebiet werden Platanos, Bananen, Papayas, Tomaten Chilli und Gurken angebaut. Diese bringen deutlich mehr Geld auf den Maerkten und erweitern und vervessern gleichzeitig die Ernaehrung der Familien.

Das Problem ist jedoch , dass die Bauern erstens nicht die Faehigkeiten haben diese Pflanzen anzubauen, zweitens nicht die noetigen Chemikalischen Mittel haben um die Planzen zu schuetzten und drittens die Samen sehr teuer sind. Diese drei Haubtprobleme versucht das Projekt zuloesen. Dabei spielt die Arbeit im Labor ( was mitlerweise einen Stromanschluss besitzt) eine wichtige Rolle. In diesem sollen die gekauften Samen vermehrt werden. dadurch faellt das Preisproblem der Samen schonmal weg. Schwieriger ist es jedoch den Menschen, neue Anbaumetoden und neues Wissen ueber Landwirtschaft beizubringen. Sie haben ihre Methoden von ihren Vaetern gelernt und diese wiederrum von ihren Vaetern. Ich hab gemerkt, dass es sehr schwierig fuer sie ist diese Traditionen abzulegen.

Gegen Ende des Projektes soll jede Familie ein Einkommen von ca. 1500 Dollar im Jahr haben. Und natuerlich eine bessere und gesicherte Nahrungsversorgung.

Vor zwei Wochen war ich mit einer Gruppe von Studenten in einem anderen Dorf. Dort haben wir eine Umfrage bei Frauen durchgefuehrt. Ueber Krankheiten, Krankengeschichten der Familie, Strom und Wasseranschluss. Dort sind wir zwei Stunden durch den Dschungel gewandert und haben 5 Familien befragt. Eine Frau war 19 und hatte zwei Kinder ( 5 und 1 ). Da merkt man, dass diese Menschen ueberhaubt keine Chance haben aus diesen Umstaenden herraus zu kommen.

 Aber ich habe nateurlich nicht nur negative Erfahrungen in diesem Land gemacht. Allen Menschen denen ich begegnet bin waren von Anfang an freundlich zu mir. Ich bin schon Halbes Mitglied einer Pokerrunde, gehe naechste Woche auf ein Spiel des oertlichen Fussbalclubs, spiele jeden Mittwoch Fussball mit Studenten aus der Uni und hatte schon ne 3 Meter lange Boa Constrictor um den Hals haengen.

MeinSpanisch wird auch immer besser. Das sagen mir zumindest die Leute aber ich merke selbst, dass ich mich immer besser verstaendigen und ausdrueken kann.

Also ich wollte mich nochmal fuer eure netten Beitraege bedanken. Ich hoffe eucH gefaellt es etwas ueber meinen Aufenthalt hier zu erfahren. Ich versuche demnaechst noch ein paar Fotos hochzuladen. Der Speicherplatz ist jedoch nur sehr klein. Vielleicht schick ich ein paar fotos meiner Mutter und die leitet diese dann an alle die kein Facebook haben weiter. Mal sehen.

Ich wuensche euch allen alles Gute. Euer Johannes

 

Donnerstag ( 18.10.12 )

 

19.10.12 01:41
 


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